ZAuf dem Jugendsender joiz war gestern Abend eine Diskussion zwischen den Stadtzürcher Gemeinderäten Tamara Lauber (FDP) und Alan Sangines (SP) zu sehen. Gesprochen wurde über die Schweizer Asylpolitik.
Begleitend zur Sendung hatten die Zuschauer die Möglichkeit, über die Website des Senders Kommentare und Fragen zu äussern und live mitzudiskutieren. Die Gespräche in diesem Chat machten deutlich, wie unpopulär bürgerliche Politik bei den Jugendlichen ist. Unabhängig von konkreten Sachfragen sind bürgerliche Ideen generell verpönt. Dies betrifft insbesondere auch liberale Positionen.
Ein wichtiger Grund für den schlechten Ruf des Liberalismus bei der Jugend ist nach unserer Ansicht, dass freiheitliches Gedankengut häufig nicht bekannt ist oder falsch und einseitig verstanden wird. Mit eine Ursache für diesen Mangel ist, dass Jugendliche bereits früh einer impliziten Beeinflussung ausgesetzt sind. Nicht nur fällt die Berichterstattung mancher Medien politisch eher einseitig aus. Auch in der Schule gehört sozialdemokratisch angehauchtes Denken bei manchen Lehrpersonen zum guten Ton und wird als Attribut eines intellektuellen Habitus betrachtet. Entsprechend verzerrt fällt dann die Auswahl der Klassenlektüre oder eine Aufsatzkorrektur aus. Liberale Konzepte werden häufig bestenfalls marginalisiert oder als unreflektiert abgetan. Wer sich für Leistung ausspricht, gilt schnell einmal als “unsolidarisch”, wer die Vorzüge der Marktwirtschaft sieht als “gefühlskalter Kapitalist”.
Freiheitliches Gedankengut hat es also bei der Jugend sehr schwer. Die jfzu sieht es als ihre Pflicht an, den jungen Leuten im Zürcher Unterland das Wesen und die Idee des Liberalismus zu vermitteln und einen deutlichen Kontrapunkt zum gegenwärtigen Mainstream zu setzen. Zu diesem Zweck werden wir im neuen Jahr entsprechende Anlässe durchführen. Interessenten sind jederzeit eingeladen, sich unverbindlich zu melden und uns kennenzulernen.